Sollen wir Geld verleihen oder es als Almosen geben?

Das Gute tun ist niemals anstrenget. Aber wenn man Geld verleiht das ist anstrengend. Man muss sich um das Einbringen kümmern, die Zinsen vorschreiben, sich um Bürgschaften kümmern, sich wegen des Kapitales sorgen, die Urkunden auflegen, sich um Rechtsanwälte kümmern, die Liquidität des Schuldners prüfen usw. Das ist eben die Natur der weltlichen Geschäfte.

Wohltätig zu sein ist dagegen leicht und entledigt aller Sorgen. Daher soll man aus der Not des Nebenmenschen kein Geschäft machten. Laut dem Evangelium Christi soll man nicht danach trachten Schätze auf Erden anzuhäufen. Sicherlich ermöglich, dass bürgerliche Gesetz solche Geldgeschäfte.

Nicht um die Armen auszubeuten, sondern zum Almosen geben besitzt du den Reichtum. Verteile doch den Reichtum den dir Gott schenkt und worüber du nur Treuhändler bist in seinen Sinn so wirst du dir Schätze im Himmel sammeln, wo sie niemand stehlen kann. Der Reichtum flieht ja auch den der ihn sucht!

Gib doch Almosen dann wirst du vom Herrn reichen Lohn empfangen. Dies ist ja viel besser als sein Geld zu leihen und dafür viele Sorgen zu ernten nur um ein paar Zinsen zu gewinnen. Gott bittet dir ja das ewige Leben als Lohn!

Ist es nicht der Gipfel der Albernheit, wenn man es nicht versteht Gewinn zu machen. Und zwar meine ich Gewinn zu machen für das Himmelreich.

Wie viele haben schon um der Zinsen willen ihr gesamten Kapital eingebüßt. Bei manchen war sogar die Verzweiflung darüber so groß, dass sie in tiefe Depression vielen und dem Selbstmord nahestanden. Wie viel Mühe machen sich einige nur um ein Prozent mehr Zinsen zu erhalten. Wie bedrängen sie die Schuldner um das Kapital und die Zinsen aus ihnen herauszupressen.

Viele sagen ja, wenn ich Zinsen nehme bin ich in der Lage den Armen zu helfen. Das mag ganz recht sein mein Lieber aber solche Opfer will Gott nicht. Ist eine solche Vorgehensweise nicht schmutzig?

Gibt es nicht genug Erwerbszweige, die gerecht sind. Landbau, Schaf und Viehzucht, Handwerk, Verwaltung des Vermögens und viele andere mehr? Suche doch nicht Geldgeschäfte zu betreiben, wo sie doch so viele schlechte Früchte bringen. Selbst wenn den Bauern ein Unglück trifft und sein Ernte tlw. vernichtet wird so wird doch nicht sein Kapital sein Grund und Boden verloren gehen. Beim Geldgeschäft verlierst du nicht nur die Zinsen, sondern auch das ganze Kapital, wenn ein Unglück passiert.

Ein Geldverleiher kann sein Vermögen ja nie genießen. Auch wenn Zinsen einlaufen hat er keine Freunde an ihnen ist vielmehr voll trauert, weil die Zinsen das Kapital noch nicht überholt haben. Man kann also die Zinsen ohne Wenn und Aber eine Schlangenbrut nennen. Das ist eben die Fessel der Ungerechtigkeit, dass die Ketten der ungerechten Abmachungen. Den man sagt: „Ich gebe, nicht damit du empfängst, sondern damit du mir mehr zurückgibst“.

Und doch hat Gott verboten, wieder zunehmen, was man einmal gegeben hat; den er sagt:“ und leihen, wo ihr nichts dafür erhoffen könnt“ Lk 6,35

Du aber forderst mehr zurück, als du gegen hast, ja du zwingst den Empfänger, etwas als seine Schuld anzusehen, was du ihm gar nicht gegeben hast. Daher liebe Schwestern und Brüder lasst uns solche Geldgeschäfte fliehen. Streben wir lieber danach war der hl. Paulus sagt: „Die Frömmigkeit bringt in der Tat reichen Gewinn, wenn man nur genügsam ist.“ 1 Tim 6,6  EU In diesen Zusammenhang solltest du unbedingt auch die nächsten Verse lesen um zu sehen welch große Versuchung die Habsucht ist. Dies soll also unser Reichtum sein nach dem wir unbeirrbar streben sollen.

In diesen Zusammenhang fällt mir auch immer wieder die armen Länder der Dritten Welt ein. Wo man ihnen Kredite auferlegt und sogar die ärmsten Bauern dazu verpflichtet Zinsen zu zahlen. Ich glaube nicht, dass wir so die Armut dieser Länder reduzieren können. Viel besser wäre es, wenn wir das Geld spenden. Man könnte auch Saatgut und Maschinen spenden, damit sie sich ihre Nahrung anbauen können. Leider wäre, dass kein gutes Geschäft für die Firmen oder Banken oder für die Reichen dieser Welt. Manchmal werden die armen Länder so geknebelt, dass sie nur einen Kredit erhalten, wenn sie sich verpflichten ihre Grenze für ausländische Produkte zu öffnen. Dadurch können aber gerade die kleinen Bauern nicht mit den importierten Gütern im Preis Schritt halten und gehen zugrunde. Außerdem müssen sich diese Länder oft verpflichten, dass sie ihre Rohstoffe oder Land hergeben müssen, wenn sie die Kredite nicht mehr bedienen können.

Ich will nicht vorschlagen, dass die Welt keine Zinsgeschäfte mehr machen darf. Was geht mich auch die Welt an. Lege dein Kapital lieber im Himmel an und fahre wahren Gewinn ein. Sogar wenn du nur wenig hast wird, wenn du es den Armen gibst, wird es dir der Herr reichlich vergelten. Und wenn sich dein Herz betrübt bei dem Gedanken dann lass dein Kapital stehen und gib wenigsten deine Zinserträge an die Armen. Verwende wenigsten deine Überschüsse für die Armen! So kannst du mit dem Almosengeben beginnen. Die Staaten heben ja Steuern ein und du zahlst sie ein damit dir keine Strafte droht. Der Staat hat ja auch Steuereinehmer, die dich zwingen würden zu zahlen.

Der Herr Jesus Christus ist ein milder König. Er hat keine Steuereinehmer die dich zwingen dein Geld laut seinem Gesetz zu gebrauchen. Noch haben die Armen jemanden, der für sie die Abgaben einbringen würde. Der Herr überlässt dir die freie Wahl wie viel du spendest. Aber die Armen werden er dir reichlich durch ihre Dankbarkeit danken und der Herr im Himmel wird dein Almosen sicher als Schatz im Himmel verwahren und es dir mit reichlichen Zinsen im Himmel vergelten. Man bedenke nur die Pharisäer, die der Herr getadelt hat, weil sie ihm nicht als Herrn anerkannt haben, dass diese laut dem Alten Bund verpflichtet waren von allem den Zenten herzugeben. Außerdem mussten sie noch Tempelabgaben und vieles mehr entrichten, sodass wir davon ausgehen müssen, dass sie ca. die Hälft ihres Vermögens dafür aufwenden mussten. Und wir sollen und beklagen, wenn wir nur unserer Überschüsse als Almosen geben sollen? Sollten wir in der Gerechtigkeit nicht vielmehr diese Pharisäer weit übertreffen. Daher jeder sollte sich dies zu Herzen nehmen und so viel geben wie es ihm sein Herz möglich macht. So werden wir immer mehr voranschreiten und die teuflische Habsucht hinter uns lassen!

Weitere Nachrichten

Licht und Finsternis haben nichts gemein!
20Okt

Licht und Finsternis haben nichts gemein!

Kirchen-nachrichten.at Licht und Finsternis haben nichts gemein! Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde

Gott gibt uns die Gnade das wir Almosen geben können
01Jul

Gott gibt uns die Gnade das wir Almosen geben können

Kirchen-nachrichten.at Gottes Gnade führt uns zum Almosen geben für die Armen gemäß seines wundervollen Evangeliums.

Sollen wir Geld verleihen oder es als Almosen geben?
16Jun

Sollen wir Geld verleihen oder es als Almosen geben?

Kirchen-nachrichten.at Sollen wir Geld verleihen oder es als Almosen geben? Das Gute tun ist niemals

Kategorien

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen!

Nachrichten Steiermark

Wort zum Evangelium