Wort zum Evangelium, 12.5.

Meine Lieben Schwestern und Brüder!

Heute möchte ich euch ein Wort zum Evangelium schreiben und mit Matthäus beginnen. Diese Seite sollt ihr nicht so verstehen als wäre sie ein Ersatz für den Gottesdienst. Ganz im Gegenteil geht in die Kirche vor allem am Sonntag, denn da gibt es eine Sonntagspflicht und da seid ihr ganz besonders gefordert, der Kirche zu folgen. Die Priester in der Kirche sind gut geschult und können auch das Evangelium am besten vermitteln. Noch viel mehr nehmt ihr an der Feier der Heiligen Geheimnisse in der Messe teil. Hier wird lediglich dem Wort von Papst Franziskus gefolgt, der die Katholiken sowie alle Christen dazu aufgerufen hat, sich wieder mehr mit der Heiligen Schrift zu beschäftigen und sie zu lesen. Also bitte nehmt eure Bibeln zu Hand. Im folgendem wird die Neue Einheitsübersetzung als Text verwendet, weil dies Bibel einfach wunderbar zu lesen ist und von den Bischöfen empfohlen wird.

Nun wenn man eigentlich seinen Bruder nicht zürnen darf. Wie ist dann der Ausdruck des Hl. Paulus in zu verstehen? Eph 4,26 EU

Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen.

Er hat also das Zürnen nicht absolut verboten. Für erste, weil es für die menschliche Natur nicht möglich ist, von all dem freizubleiben; sodann, weil eine solche Gemütsbewegung sogar nützlich sein kann, wenn wir es nur verstehen, uns ihrer zur rechten Zeit zu bedienen. Wann ist es aber nun wirklich am Platze zu zürnen? Wenn wir nicht aus persönlichen Rücksichten zürnen, sondern nur, um andere vor Fehltritten abzuhalten und Verirrte zur Umkehr zu bewegen. Und wann ist es nicht am Platze zu zürnen? Wenn wir es nur tun, um unsere Eigenliebe zu befriedigen. Das hat ja auch der Hl. Paulus verboten, da er sagte „Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. Röm 12,1 EU

Wie also dieser Zorn schädlich ist, so ist jener notwendig und nützlich. Freilich die meisten tun das gerade Gegenteil; sie werden wie wilde Tiere, wenn ihnen ein Unrecht geschieht, sind aber feig und gleichgültig, wenn sie einen anderen misshandelt sehen. Das steht beides im Widerspricht mit den Vorschriften des Evangeliums. Also nicht das Zürnen an sich ist Sünde, sondern nur, wenn man nicht am rechten Platze zürnt.

 

Wobei der Hl. Paulus auch ganz klar zu verstehen gibt, dass man nicht lange zürnen darf sondern nur kurz um den anderen besser zu machen. Danach soll man sich wieder versöhnen und demjenigen gut zusprechen damit der Teufel keinen Raum hat. Der Teufel kann nämlich nicht wirken, wo Liebe und Eintracht vorhanden ist. Hier ist er Machtlos. In Familien oder Gemeinschaften wo Zwietracht und Zorn herrscht, da kann er sehr leicht wirken und diese Gefühle noch weit verstärken.

 

Ein Beispiel für richtiges zürnen wäre wenn eine Mutter ihren Sohn oder Tochter zürnt und ihn anfährt sein Zimmer endlich zusammenzuräumen. Der Wutausbruch der Mutter beschleunigt hier noch den Eifer des Schützlings diesen Umstand rasch zu beheben und sich wieder mit seiner Mutter dadurch zu versöhnen. Auch der Zorn der Mutter wird schnell verflogen sein, wenn sie sieht das ihr Kind ihr Folge geleistet hat und es wird schnell wieder Eintracht in der Familie herrschen.

 

Ein negatives Beispiel wäre, wenn du von jemanden beschimpft wirst und du beschimpft ihn zurück, weil dein Ehrgefühl verletzt wurde. So schaukelst du den Zorn nur auf. Überhör es einfach und warte bis sich dein Gegenüber beruhigt hat.

 

Warum hat der Herr dann oben jegliches zürnen untersagt. Nun der Herr hat sein Gesetz schon mehr das Himmelreich im Auge. Hier auf Erden werden selbst gute Menschen oft ins zürnen kommen. Warum? Weil sie so viel Unrecht um sich sehen. Und sie werden darüber sehr traurig sein. Und manchmal wird sie auch die kecke Art, wie sich einige Menschen gegenüber anderen Menschen verhalten zum zürnen bringen. Besser ist es ja gar nicht zu zürnen. Wem es möglich ist der solle es tun. Aber spätestens im Himmel, wo ja nur Gerechte sein werden, da wird uns niemand mehr einen Grund zum zürnen geben und dass glaube ich meint der Herr mit seinem Ausspruch. Der Hl. Paulus hat ja selbst bewiesen, dass das zürnen, wenn es richtig getan wird auch Menschen von ihrem schlechten Weg abbringen kann. ZB als er den Korinthern seinen Unwillen im Brief geäußert hat als sie einen Bruder der offensichtliche gegen das Evangelium vor aller Augen sich verhielt, sie diesen nicht in Liebe ermahnt haben, sondern einfach kein Wort an ihn richteten und es verabsäumten den Sünder wieder auf den rechten Weg zu bringen. So ein zürnen oder eifern meint der Hl. Paulus, dass in aller Liebe den Bruder vorgebracht werden muss um ihn besser zu machen, nicht um gegen eigen erlittenes Unrecht zu protestieren. Gleich wie oben die Mutter das Kind besser machen wollte aber ergrimmt war, weil sie die Aufforderung sicher schon öfter ohne zürnen vorgebracht hat. Aber wie gesagt, so ein zürnen wir im Himmel nicht nötig sein aber hier auf Erden kann ein Maßvolles und ein in Liebe erfolgtes zürnen doch dem geliebten Menschen den Anstoß geben sein verhalten zu überdenken und zu ändern.

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